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Rick Reimann / Eiger Bike Grindelwald

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Eiger Bike Grindelwald, „man verliert NIE, entweder man gewinnt oder man lernt“

 

Samstagmittag fuhr ich, wie immer nach der Arbeit, zusammen mit meinem Vater nach Grindelwald. Dieses mal mussten wir nicht mal in ein Hotel, sondern wir durften in der coolen Ferienwohnung von den „Flury`s“ wohnen! Herzliches Dankeschön nochmals! Das Wetter war schön nass und kalt, so ging ich doch gleich nach der Ankunft ab aufs Bike und fuhr eine kleine Runde um meine Beine für das morgige Renne ready zu machen. Ich fühlte mich  gut und freute mich sehr auf mein Highlight dieses Jahr!


Ich fuhr dieses Rennen schon zwei Mal, einmal Dritter und einmal Zweiter, nun sollte der „1.“ folgen! Ich setzte mir dieses Rennen schon sehr früh in der Saison als Ziel, auch das Training und die Rennplanung war auf diesen, für mich sehr wichtigen Tag, gesetzt.

Am Sonntagmorgen um 7:45 Uhr fiel dann endlich der Startschuss,  es regnete und war relativ kalt, eigentlich genau meine Bedingungen! Schon früh zog ich das Tempo an, bald waren wir nur noch zu dritt unterwegs. Ich kontrollierte das Tempo stets so, dass ich vorne fahren konnte, aber wirklich absetzten konnte ich mich nicht. Erst kurz vor dem „First“  konnte ich ein winziger Vorsprung  auf meine zwei Verfolger herausfahren.


Blöderweise fuhr ich im folgenden Trail nicht wirklich sauber runter und machte zwei blöde Fehler, so konnten mich die zwei wieder überholen…  Noch auf der restlichen Abfahrt konnte ich wieder auf den zweiten Platz nach vorne fahren, kurz darauf schloss ich auch wieder zum führenden auf. Ich fühlte mich immer noch sehr frisch und fit! Doch als es dann in den kurzen Gegenanstieg ging machte es ……. und ich fiel fast vom Bike! Beide Oberschenkel krampften extrem! Nur dank zwei sehr aufmerksamen Zuschauern die mich auffingen, stürzte ich nicht um! Ich wusste gar nicht was das jetzt ist, ich habe ja sehr selten Krämpfe und wenn dann waren sie nie so lange und schmerzhaft wie dieses mal! Es ging gefühlt ewig bis ich wider stehen konnte bzw. weiterfuhr. Ich versuchte dann langsam weiter zufahren, doch jeder Anstieg, der etwas steiler war, musste ich sofort absteigen da meine Beine sofort wieder krampften! So fuhr/ lief ich im Schneckentempo noch etwa 20km weiter bis nach „Bort“, wo mein Vater auf mich wartete und mich verpflegen wollte. Allerdings hatte ich bis dahin, so lange, wie eigentlich die Sieger Zeit im Ziel war….
 

Ich entschied mich unter Tränen und total am Boden zerstört dort aus dem Rennen auszusteigen und mit der Seilbahn runter nach Grindelwald zu fahren! Es war/ ist für mich eine sehr grosse Enttäuschung! Ich war mental und körperlich topfit und bin mir sicher, dass ich um den Sieg mitgefahren wäre…. Ich werde jetzt zusammen mit meinem Trainer noch genau analysieren, was genau falsch war und warum ich solche Krämpfe bekommen hatte, dann wird das Problem gelöst und in zwei Wochen geht es dann wieder weiter in Scuol beim National Park Marathon, dort werde ich dieses Jahr bei der ganz langen Distanz über 137km und rund 4000hm mein bestes probieren. Ich habe dort gute Erinnerungen, denn letztes Jahr konnte ich dort, bei der etwas kürzeren (103km / 3000hm) Strecke, gewinnen! 
 

Jetzt heisst es den „komischen“ Muskelkater in meinen Beinen loszuwerden und dann Vollgas in zwei Wochen in Scuol :-)


Happy Trails Rick

 

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